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Wollen wir in Abhängigkeit von Vermittlern leben?
Hier einige Auszüge aus "Comprehensive Study of the Second Stage of the Internet Revolution" (Umfassende Studie über die zweite Stufe der Internet-Revolution) von BearStearns & Co. Inc.

EXTERN VERGEBENE DIENSTLEISTUNGEN
Wir glauben, dass sich das Internet im nächsten Jahrhundert als der maßgebende Motor für das betriebliche Outsourcen von Dienstleistungen abzeichnen wird. Fehlende Information sowie die Abwesenheit eines zentralen Kanals, von dem aus unternehmensweite Initiativen in die Wege geleitet werden können, haben zu frustrierend langen Verkaufszyklen geführt und viele Unternehmen vom Outsourcen abgehalten, und dies trotz der bedeutenden Kosten- und Produktivitätsvorteile, die durch die konsolidierte Vergabe aller Dienstleistungsaufträge durch einen einzigen Anbieter entstehen. Als direkte Schnittstelle zum Kunden wird das Internet unserer Meinung nach eine wesentliche Rolle für die Erleichterung des zwischenbetrieblichen Handels (B2B) spielen und sich als das bislang leistungsfähigste Verkaufswerkzeug für betriebliches Outsourcing erweisen. Erste Beispiele sind bereits im Bereich der kommerziellen Druckerei zu beobachten, in dem Firmen wie ImageX.com Inc. (IMGX- 30) und IPrint atemberaubendes Wachstum verzeichnen, indem sie Unternehmen dazu ermutigen, all ihre Druckaufträge über einen einzigen Anbieter abzuwickeln - eine Entwicklung, die nationale Druckereivereinigungen alleine nicht erreichen konnten.

Unserer Meinung nach wird das Internet zwar vor allem als Katalysator des Outsourcing-Trends sowie als Werkzeug des Informationsaustauschs und der Produktivitätssteigerung eine wesentliche Rolle spielen, es sollte aber auch die Outsourcer selbst dazu befähigen, produktivitätssteigernde und Kosten senkende Initiativen in die Wege zu leiten. Der Einfluss des Internets als Vermittler wird unserer Ansicht nach in umgekehrtem Verhältnis zum Niveau der bereits ein einem Unternehmen vorhandenen internen und externen Kommunikationssysteme stehen. Da die meisten von uns beobachteten Outsourcer aus massiven Übernahmen entstanden sind, besteht ein großer Bedarf an Werkzeugen zur Verbesserung der Kommunikation zwischen verschiedenen Unternehmensstandorten. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, denn nach Abschluss der meisten Übernahmen wird Kapital auf Systeme und Infrastrukturen zur Einbindung der Unternehmen verwendet und das Internet sowie interne Netzwerke gehören mit zu den kostengünstigsten und umfassendsten Mitteln, dies zu bewerkstelligen. Unser Fazit ist, dass die Kommunikation per Internet und die Anwendung entsprechender Technologien das Risikoprofil dieser Unternehmen über die nächsten Jahre hinweg verbessern wird und durch Beseitigung von Verwaltungs- und Gemeinkosten höhere Gewinnspannen ermöglichen sollte.

Das Internet stellt für Anbieter externer Dienstleistungen keine direkte Bedrohung dar, denn unserer Meinung nach werden sich durch das Internet in speziellen Bereichen Alternativen bieten. Es könnte jedoch das empfindliche Gleichgewicht zwischen den aufkommenden nationalen Dienstleistern und deren Kunden stören. Während das Internet sich als zentraler Geschäftsweg abzeichnet, könnte es Dienstleister in die Rolle von Vermittlern oder sekundären Anbietern abdrängen und so deren Position bei Preisverhandlungen schwächen. Hier liegt unserer Ansicht nach das Hauptrisiko. Unternehmen sollten hier die Initiative ergreifen und sich an die Spitze der Auftragsvermittlung über das Internet stellen, indem sie Internet-Mittlern gegenüber als optimale Dienstleister auftreten. Um ihre Gewinnspannen zu erhalten, müssen Anbieter externer Dienstleistungen gleichzeitig Wege finden, um das Internet im Rahmen ihrer Tätigkeit zur Kostensenkung und Produktivitätssteigerung einzusetzen. (Februar 2000)


 

FairTradeNet führt die Initiative der
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im Konsumentenbereich auf dem Dienstleistungsbereich weiter.